Liebe Gemeinde, liebe Besucher unserer Homepage,

hier ist ein kleiner Rückblick auf die vergangenen Osterfeiertage in Form von Text und Bildern.

Eingeläutet wurde die Osterfeierlichkeiten am Abend des Gründonnerstages mit einem "Special Edition" Gottesdienst.

Es war ein festlicher Abend mit einem liebevoll vorbereitem Abendmahlstisch. Umrahmt durch tolle Musik von Chris Halmen mit Betty und Anna-Laura Laschinger.

Der Karfreitag war ganz im Zeichen der Trauer und des Todes von Jesus Christus.

Am Ostersonntag feierten wir dann einen Gottesdienst für Jung und Alt mit vielen tollen Aktionen.

So wurde die Osterkerze feierlich in die Kirche gebracht, der Posaunenchor umrahmte den Gottesdienst musikalisch.

Im Kirchenhof wurde dann die Ostergeschichte vorgelesen, und auch das leere Grab mit dem Engel der die Auferstehung verkündete wurde nachgestellt.

Auch durfte ein Osterfeuer gebastelt werden und natürlich war auch der Osterhase kurz zu Gast und hat ein paar Eier versteckt.

Herzlichen Dank an das ganze Team und alle die mitgewirkt haben

Die Ostergeschichte erzählt von Christine Klinger:

 

 

Ostergedanken – von Pfarrerin Anja Fuchs

 

„Weibergeschwätz! Wo die das wieder herhaben. Und wer weiß, was sie da

gesehen haben. Auf solche Geschichten fallen wir nicht herein.“

Das ist die Reaktion der Jünger als die Frauen, die zuerst an Jesu Grab waren, ihnen vom leeren Grab erzählen. Neugierig ist Petrus dann aber doch und schaut selbst nach. „Verwundert“ darüber, dass er am Grab nur noch die Leichentücher liegen sah, geht er zurück in die Stadt.

„Geht zurück in euer Leben!“ sage ich gern am Grab, wenn wir jemanden beerdigt haben. Wie wir zurückgehen, das kann jeder irgendwann einmal selbst erfahren. Oft traurig, manchmal verzweifelt; oder mit Frieden, weil die oder der Verstorbene vom Leid erlöst wurde oder einfach ein volles, gutes Leben gelebt hat.

„Männer in leuchtenden Kleidern“, die uns sagen „Was sucht ihr die Lebenden bei den Toten? Sie sind nicht hier, sie sind auferstanden.“, haben sich nicht mehr blicken lassen an leeren Gräbern. Die Geschichte mit Jesu hat sich nicht wiederholt.  

Das würde uns sicher auch erschrecken. Wenn dann möchten wir uns doch eher den Tod kontrolliert aussetzen. Den „Tod zu einem lösbaren Problem machen“ wie es in der NN am 3.4.21 berichtet wird. Und es wird uns wissenschaftlich prophezeit, dass der Mensch eines Tages zu einem organisch-anorganischen Mischwesen wird, das 500 Jahre lebt oder gar nicht stirbt. Durch Biotechnologie und Künstliche Intelligenz scheint vieles möglich zu sein, der Tod nur noch ein medizinisch-technologisches Problem.

 

Aber die Auferstehung aus dem Tod glauben? Das ist schwer. Es passt nicht in unser Denken. Von Anfang an ist die Botschaft von der Auferstehung auf Zweifel und Ablehnung gestoßen. Selbst die Jünger glauben es nicht, „Weibergeschwätz“. Und als der Apostel Paulus vor den gebildeten Athenern von Ostern sprach und die Auferstehung der Toten predigte, lachten die meisten seiner Zuhörer:innen.

Paulus hätte es sich leichter machen können, wenn er nicht von der Auferstehung, sondern von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele oder von der Wiedergeburt Jesu in den Herzen seiner Jünger gesprochen hätte. Darüber hätten die Athener vielleicht mit sich reden lassen.

Doch die Auferstehung Jesu, von der die Ostererzählungen berichten: Das ist etwas Ungeheuerliches, das sprengt den Rahmen des Vorstellbaren. Genau das ist aber die Meinung des Neuen Testaments. Gott handelt dort, wo schlechterdings kein Mensch mehr etwas ausrichten kann. „Der Mensch muss für seine Erlösung nicht Gott werden.“

Im Grunde geht es um die Frage: Gibt es nur den Menschen mit seinen Gedanken, Träumen und Gefühlen – oder ist darüber hinaus auch noch mit einer anderen Wirklichkeit, der Realität Gottes zu rechnen?

Ostern ist nur als neues Schöpfungshandeln Gottes zu verstehen,

vergleichbar mit der Schöpfung am Anfang, über die wir uns wundern und freuen dürfen, allenfalls in Bildern sprechen können.

So wie es der amerikanische Staatsmann, Buchdrucker und Erfinder des Blitzableiters, Benjamin Franklin in seiner Grabesinschrift getan hat – ein tiefsinniges heiteres Bild für die Hoffnung auf die Auferstehung:

 

„Hier ruht

Speise für die Würmer

der Körper von

Benjamin Franklin

Buchdrucker

Gleich dem Deckel eines alten Buches

Aus welchem die Blätter gerissen

Dessen Einband abgebraucht ist

Aber das Werk wird nicht verloren sein

Denn es wird wieder erscheinen, so hofft er

in einer neuen Auflage

durchgesehen und verbessert

vom

Verfasser.“

 

Fröhliche, gesegnete Ostern!

Coronavirus und die Folgen für uns

Die Pandemie, in der wir alle stecken, begleitet uns auch ins neue Jahr 2021.

So sieht es im Moment aus, Stand 22.01.2021

Die Neuinfektionszahlen sind weiter auf hohem Stand, vieles ist geprägt von weitgehenden Kontaktbeschränkungen. Wir als Kirchengemeinde sind an die staatlichen Vorgaben und die Empfehlungen der Kirchenleitung gebunden. Der Kirchenvorstand ist im juristischen Sinne dafür haftbar.
Hier darum in der Übersicht einige „Leitplanken“:

Gottesdienste

dürfen unter den mittlerweile gewohnten Auflagen stattfinden: Der Abstand von zwei Metern bleibt, Personen des eigenen Hausstandes können nebeneinandersitzen. Die Philippuskirche bietet 40 Plätze. Es besteht mittlerweile eine durchgängige Pflicht zum Tragen einer FFP2 Maske, auch während des Gottesdienstes.
Der Gemeindegesang ist weiterhin untersagt. Nur liturgische, solistische und Ensemble-Gesänge sind möglich.

Taufen

können als Einzeltaufen wieder stattfinden.

Trauungen

Es gelten dieselben Bestimmungen wie für den Hauptgottesdienst.

Bestattungen

Gegenwärtig können an Bestattungen maximal 25 Personen aus dem engsten Familienkreis teilnehmen. Die Zahl der möglichen Teilnehmenden in den verschiedenen Trauerhallen ist durch die jeweilige Größe allerdings noch einmal begrenzt.

Raum der Stille

Der ist weiterhin geöffnet. Sie können darin in aller Ruhe beten und eine Kerze anzünden. Sie finden ein geistliches Wort vor, zudem liegen das Sonntagsblatt und weitere Schriften aus.

Gemeindeleben

Sämtliche Chorproben, Gemeindeveranstaltungen, Gruppen und Kreise entfallen gegenwärtig aufgrund der Kontaktbeschränkungen.

Seelsorge

Pfarrerin Anja Fuchs ist vor Ort wieder wie gewohnt erreichbar.

Sie haben auch die Möglichkeit, uns per Post oder Mail pfarramt.reichelsdorf-n@elkb.de Ihre Fragen und Anliegen mitzuteilen. Wir werden Ihnen antworten.
Im Pfarramt ist Frau von Werthern wie gewohnt zu den üblichen Bürozeiten ansprechbar. Allerdings ist das Pfarrbüro gegenwärtig nicht geöffnet. Wir bitten bei dringenden Angelegenheiten, die vor Ort zu klären sind, um eine Vereinbarung per Telefon oder Mail.

Die Telefonseelsorge ist für Sie jederzeit erreichbar unter: 0800/111 01 11

Herzliche Grüße von Ihrem Vakanz-Vertreter aus Eibach

Pfarrer Benjamin Schimmel